Radeln in die Zukunft#Villa

Herzberg Am Samstag, den 18. September rief die Stadtverwaltung Herzberg in Kooperation mit dem Netzwerk Zukunftsorte zu einer Sternfahrt auf. Eine Kulturveranstaltung mit einem ernsten Hintergrund. Die Sicherheit und der Ausbau von Rad- und Fußwegnetzen in der Kreisstadt sowie den dazugehörigen 11 Ortsteilen.

Ein Slogan mit Zukunft

Hinter dem Slogan „Radeln in die Zukunft#Villa“ steht das Förderprojekt „Meine Stadt der Zukunft“ des Landes Brandenburg und dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung. Ziel ist es, offene Treffpunkte zu geschaffen, bei denen sich die Bürger begegnen und austauschen können.  Alle Herzberger haben die Möglichkeit sich aktiv an dem Projektprozess zu beteiligen und an vielen Veranstaltungen teilzunehmen. Wie an diesem Wochenende mit dem Fahrrad von den Ortsteilen und der Stadt zur Marxschen Villa zu radeln. Wanderfreunde und Lauflustige konnten sich auch zu Fuß auf den Weg machen.

Foto: Stefan Kaatz

Die Gefahr fährt mit

Eine monotone Fahrt von A nach B wurde es nicht. Die 250 Teilnehmer erhielten an ihrem Startort einen Briefumschlag, mit kleinen Aufgaben, Ideen und Hinweisen für Erkundungstouren. So präsentierte Manfred Jahn aus Borken einen 2,2 Kg schweren Krause Glucke Pilz, den er auf der Fahrt gefunden hatte. Familie Globig aus Buckau machte hieraus einen Familienausflug. Ganz ungefährlich war diese Fahrt nicht. Zwar gilt seit April 2020 ein Mindestabstand beim überholen von Radfahren. Dieser kann jedoch bei den Ortsverbindungsstraßen wie zum Beispiel Buckau-Rahnisdorf-Herzberg kaum eingehalten werden. Die Straßen sind zu schmal, die Fahrbahnränder meist nur mit Schotter aufgefüllt und es gibt keinen Fahrradweg. „Ein mulmiges Gefühl, wenn man mit hoher Geschwindigkeit überholt wird“, so Dana Globig.
Matthias Hensel kämpft seit Jahren für einen vernünftigen Ausbau zwischen Osteroda und Herzberg. „Der Ausbau von Landwirtschaftswegen zur gemeinsamen Nutzung wäre schnell und kostengünstig realisierbar“, so der Ortsvorsteher. „Eine Fahrradfahrt auf der viel zu engen Verbindungsstraße kommt einem Glücksspiel mit dem eigenen Leben gleich“, betont er.

Viele der Teilnehmer hatten Glück und kamen halbwegs trocken am Ziel an. Zeitweise wechselte sich Nieselregen mit einem Hauch von Sonne ab. Bei der Ankunft wurden die Radfahrenden mit Kaffee und mit Kuchen aus dem Café Plätzchen belohnt. Der Chorverein pro musica unterstützte bei der Ausgabe. Für den Rückweg gönnten sich viele eine Bratwurst, die der Männergesangverein bei spontanem Chorgesang brutzelte. Beide Vereine sind bereits seit 1997 in der Villa beheimatet und nutzten die Gelegenheit für ihre geschichtsreiche Vereinsarbeit zu werben.

Geschichte verbindet

Der Rundgang durch das historische Gebäude wurde durch eine Schnitzeljagd mit Fragen rund die Themen Klima, Mobilität sowie Fahrrad bereichert. Am Ende wurden alle Teilnehmer mit einer Fahrradklingel und einem praktischen Umhängebeutel belohnt.

Das Förderprojekt läuft noch bis Ende 2022, erzählt Stephanie Kuntze, die mit dieser Veranstaltung am Ende des Tages sehr zufrieden ist. Unabhängig von diesem Projekt, wurden im letzten Jahr Knotenpunkte für Radfahrer errichtet. „Diese bieten eine schöne Orientierung, leider fehlt es nun an den entsprechenden Wegen“ erzählt sie uns. „Für die Zukunft wünsche ich mir wesentlich breite Radwege, mindestens drei Meter breit, so dass Radfahrende sich gefahrlos begegnen können und auch Lastenräder genügend Platz haben.“

Foto: Stefan Kaatz / Ortsteil Rahnisdorf mit Willkommensfahrrad
Foto: Stefan Kaatz / Der Ortsteil Buckau nutzt die Gelegenheit und macht Autofahrer auf Kinder aufmerksam
Foto: Stefan Kaatz / Im Chor vereint / Gesangverein pro musica & Männergesangverein unter einem Dach
Foto: Stefan Kaatz / Ohne Radweg ist es gefährlich

Eine Legende über Herzberg

Die Ära C160 Transall geht zu Ende. Ein letzter Besuch fand am Fliegerhorst Holzdorf statt.

Herzberg/ Holzdorf – Es ist nicht nur ein seltener Anblick, es wird auch der letzte seiner Art sein. Zum Ende des Jahres wird die C160 Transall aus der Bundeswehr ausgemustert. Der Nachfolger A400M übernimmt dann vollständig die Transportaufgaben. Als einziges Lufttransportgeschwader bleibt nur das LTG 62 aus Wunsdorf, bei Hannover übrig.
Das LTG 61 aus Penzing wurde bereits im Jahr 2018 aufgelöst. Auch hier gab es eine Sonderlackierung.

Die Transall war 50 Jahre lang als Transportflugzeug weltweit im Einsatz. Zum Ende dieser Ära gab es eine bundesweite „Goodbye Transall“ Tour. Am 18.08.2021 führte diese auch nach Holzdorf zum HSG 64 und über die Kreisstadt Herzberg. Die Sonderlackierung „Retro Brummel“ überflog einmal in der Formation einer weiteren Transall, zwei CH-53 GA und einer EC-135 den Fliegerhorst, auf dem diese im Anschluss einen Zwischenstopp einlegte.

Zahlreiche interessierte Angehörige der Bundeswehr formierten sich zu einem großen „bye“ bei dem Überflug und bestaunten die Sondermaschine im Anschluss vom nahen.

Die am Fliegerhorst Holzdorf stationierten CH-53 GA warten noch dringend auf ein Nachfolgermodell, denn auch diese feiern im Jahr 2022 ihren 50. Geburtstag.

Eine besondere Überraschung kam von der NATO. Eine Boeing E-3 AWACS nutzte die Gelegenheit und erwies der scheidenden Flotte C160 die Ehre. Diese flog zwei Mal über die Start-Landebahn und dreht ebenfalls über Herzberg ein. Zwei imposante Anblicke boten sich so allen Technikinteressierten und Flugzeugfreunden.

CH-53 GA, C160 Transall, EC 135 (v.li.n.re) / Foto: Stefan Kaatz
Zwei CH-53 GA mit C160 Transall / Foto: Stefan Kaatz
C160 Transall „Retro Brummel“ / Foto: Stefan Kaatz
C160 Transall, EC 135 , CH-53 GA / Foto: Stefan Kaatz
Boeing E-3 AWACS / Foto: Stefan Kaatz

Drive In Abitur 2021 – OSZEE Falkenberg

Ein unsicheres Jahr

Was sich 2020 bewährt hat, kann 2021 nicht schlecht sein. So hat sich in diesem Sommer die Coronalage zwar entschärft, eine herkömmliche Zeugnisübergaben in der Aula war dennoch nicht planbar. Zu unsicher, wie es weitergeht und ob es ein „normales“ Jahr wird, hat sich das Team um Gunter Gesper für die Autokinovariante entschieden.

Fast eine Tradition

Schon fast traditionell fuhren die Schüler:innen mit Autos auf dem Gelände der UESA GmbH auf dem ehemaligen Flughafen Gelände Lönnewitz vor. Wie zu erwarten, lief alles unfallfrei ab. Helfer reichten bei Temperatur von über 36 Grad Getränke. So konnte die Hitze an diesem Wochenende ausgehalten werden.

Landrat Elbe-Elster als Ehrengast

Als Ehrengast war unteranderem der Landrat Christian Heinrich-Jaschinski geladen. Er gratulierte den besten Schüler:innen des Jahrgangs persönlich. Wir gratulieren alle Abiturienten und wünschen ihnen auf ihrem Weg viel Erfolg.

Badesaison 2021 in Herzberg eröffnet

Auf die Plätze…

Etwa 30 Badefreunde haben sich am Freitag, den 04.06.2021 zum „offiziellen“ Saisonstart im Herzberger Freibad eingefunden. Nur wenige Mutige wagten den Sprung direkt ins Wasser. Erster im kühlen Nass war der Herzberger Gregor mit einem gewagten Hechtsprung, dicht gefolgt von Bürgermeister Karsten Eule-Prütz mit einem beherzten Paketsprung, eher bekannt als „Arschbombe“. Einige junge Leute machten es ihnen nach. Der jüngste Schwimmer zum Auftakt war sieben Jahre alt.

Schnellschwimmer

Im Anschluss an den offiziellen Teil, gab es noch ein kleines Wettschwimmen. Der
Bürgermeister und Gregor wollten herausfinden, wer von beiden am schnellsten die
50-Meter-Bahn durchquert. Den Zuschauern bot sich ein spannendes Wettkraulen,
bei dem beide Schwimmer bis zum Schluss gleich auf lagen. Am Ende schlug
Gregor mit einer Handbreite vor dem Bürgermeister am Beckenrand an.

Eine Pumptrack für Herzberg (Elster)

Die WBG Elsterauen finanziert der Stadt Herzberg und damit allen Bürgern:innen einen Pumptrack. Einen ersten Eindruck kann man sich in diesem Video holen. Die Pumptrack ist für alle zugänglich und für alle die sich trauen, befahrbar. Das Video ist zusammen mit der Stadt Herzberg und Bike Life Herzberg entstanden. Vielen Dank für die beiden tollen Drehtage.